Aktuelles aus Vorstand & Partei

08.11.2018 - Pressemitteilung zum Thema Ruhrauen

Die Ruhrauen waren Thema bei einem Gespräch Schwerter Naturschutzgruppen, das auf Einladung der Schwerter Grünen am Donnerstag, 8. 11., stattgefunden hat. Vertreten waren AGON, BUND, der Sportanglerverein, Schwerte Pflanzt, JAVANA Ateliers, das Projekt Riesenbärenklau und Anwohner aus nah an der Ruhr gelegenen Nachbarschaften.

Die Ruhrwiesen in diesem Bereich sind Flächen mit großem Naturpotential, aber auch wichtig für die Naherholung der Bürger. Die starke Nutzung kann jedoch zu Beeinträchtigungen führen, wenn die Wege verlassen und Bodenbrüter durch freilaufende Hunde gestört werden, um nur zwei Probleme zu nennen.
Die Gesprächsrunde stellte Überlegungen an, mit schonenden Eingriffen die Situation für die Erholungssuchenden zu verbessern und gleichzeitig die Belastungen der Natur zu verringern, ohne den offenen Charakter der Ruhrwiesen zu verändern.

Einig war man sich, dass die große Wiese an der Ruhr zwischen Mühlenstrang und seiner Ableitung als Weidefläche erhalten bleiben soll (das Überschwemmungsgebiet muss frei bleiben). Begrüßt wurde die Idee, den Trampelpfad vom Ende der Straße Im Reiche des Wassers entlang der Ableitung Mühlenstrang bis zur Holzbrücke als Fußweg herzurichten. Die Anlage von Blühstreifen und Buschwerk entlang der Ränder der Weide wurde vorgeschlagen – sie hindern meist ziemlich effektiv am Betreten der Wiese und nützen zudem den Insekten – wie auch eine Beweidung durch Heckrinder o. dgl.

Der Ruhrtalradweg im Bereich zwischen Villigster Brücke und Wandhofen ist oft überlastet, möglicherweise ein Grund, warum manche Hundebesitzer ohne Erlaubnis auf die Weide ausweichen. Hier müssen Lösungen gefunden werden. Ein Vorschlag war, die Strecke durch eine Ergänzungsroute im südlichen Stadtgebiet zu entlasten.

Für das Rohrmeistereiplateau sah man einige Entwicklungsmöglichkeiten. Die Ränder des Plateaus müssen nicht überwuchert bleiben von den durchsetzungsstärksten Pflanzen wie Brombeeren und Brennnesseln. Große Zustimmung fand die Idee, unterhalb des Plateaus im Halbrund einen einfachen Fußweg anzulegen, gesäumt von LandArt oder Skulpturen. Die Streuobstwiese solle als geschützter Raum erhalten bleiben. Allerdings ist der Nutzungsdruck, besonders auch durch Jugendliche, in diesem Bereich hoch. Daher scheint es notwendig, ein Gesamtkonzept zu entwickeln, das klar macht, was geschützt ist, was betreten werden kann, wo Jugendliche mitmachen oder eingreifen können. Die Hoffnung ist, dass so die Freizeitnutzung schonender erfolgt. Auch im Bereich des Plateaus wurde das Anlegen von Blühflächen erwogen. Die Anlage von Bürgergärten ist an verschiedenen Stellen im Bereich der Rohrmeisterei möglich, z. B. im Bereich der Theaterhalle oder am Südrand des Plateaus.

Die Auen südlich der Ruhr – das war einhellige Meinung – dürfen nicht durch zusätzliche menschliche Nutzungen belastet werden. Vielmehr sollten hier Naturschutzzonen ausgewiesen werden

Die Beteiligten vereinbarten eine engere Zusammenarbeit v. a. auf dem Feld der Naturpflege im Bereich Rohrmeisterei. Für Februar ist ein erneutes Treffen vorgesehen, auf dem man über konkrete Schritte zur Umsetzung der Ideen beraten will.

 

30.09.2018 - Waldspaziergang im Schwerter Wald mit Andreas Guhl

Auf Einladung der Grünen Schwerte fand sich am Sonntag eine große Anzahl interessierter Schwerterinnen und Schwerter im Schwerter Wald ein, um an einem Waldspaziergang teilzunehmen. Unter fachkundiger Leitung von Andreas Guhl (Forstwirt, Gärtnermeister, Agrartechniker und zertifizierter Baumkontrolleur aus Essen) erfuhren die Teilnehmer während des Rundganges viel über Ökologie, Funktion und Bodensysteme eines Waldes, jedoch auch über den wirtschaftlichen Nutzen als Rohstofflieferant für Holz.

In diesem Zusammenhang erläuterte Guhl die Bedeutung des 'Schwerter Waldes' für die Stadt Schwerte, die als bedeutendste zusammenhängende Waldfläche Schwertes allen Bürgern und Bürgerinnen als Naherholungsgebiet dient und als grüne Lunge von besonderem Wert ist.

Auch die teilnehmenden Kinder konnten ihr Wissen unter Beweis stellen und weiteres erlangen. Guhl vermittelte ihnen spielerisch und mit Einbezug ihrer Fragen die natürlichen Zusammenhänge des Waldes. Dabei hatten die Kinder die Möglichkeit den Wald auf ganz besondere Weise zu entdecken.

Das Naturerlebnis Wald, dessen Ökosystem und Bedeutung einer Stadt ließen sich somit in leicht verständlicher und interessanter Weise gleichermaßen für alle Teilnehmer mit einem spätsommerlichen Waldspaziergang verbinden.

 

20.09.2018 - Treffen Schwerter Naturschutzgruppen und interessierter BürgerInnen am Mühlenstrang

Auf Einladung der Grünen haben sich am Donnerstag Nachmittag (20.09.) verschiedene Schwerter Naturschutzgruppen und interessierte BürgerInnen am Mühlenstrang getroffen, um über aktuelle Planungen zu sprechen, Teile der Ruhrauen, insbesondere die große Wiese östlich des Mühlenstrangs, touristisch zu erschließen.

Zunächst kritisierte Christian Schmidt als Nachbar, dass es bei diesen doch sehr weitreichenden Planungen überhaupt keine Möglichkeit der vorherigen Bürgerinformation, geschweige denn Bürgerbeteiligung gegeben habe. Der Hochwasserschutz verbiete diese Planungen. In einem Überschwemmungsgebiet sei es so, dass jegliche Aufbauten bei Hochwasser zügig abgebaut werden müssten. Dies sei aber mit den geplanten Stegen, Brückchen und Türmchen nicht möglich, und so bestehe die Gefahr, dass sich bei Flut Teile lösten und anderswo Unfälle auslösen könnten.

Dieter Ackermann von AGON erklärte, er sehe überhaupt keinen Sinn darin, diese funktionierende Wiese für Menschen in größerem Maße begehbar zu machen. Für AGON sei aber hauptsächlich der vollkommene Schutz der Ruhrauen südlich der Ruhr (Viligst/Ergste) entscheidend. Die Rahmenplanungen für die Renaturierung der Ruhr in diesem Bereich würden dem Fluss eine größere Ausbreitung gönnen und weitere Nutzungen ausschließen.

Matthias Geck vom Projekt Riesenbärenklau Schwerte hat sich in letzter Zeit dem Schutz dieser Wiese, den seine Gruppe vom Bärenklau befreit hat, zur Aufgabe gemacht. Während die Hinweisschilder am Anfang gestohlen worden seien, sei jetzt die Aktion mit Flatterband erfolgreicher. Den Kreis hat er gebeten, dort zwei große Informationstafeln aufzustellen, um den Besuchern eine Orientierung zu geben. Im Übrigen seien auch die Bauern als Pächter der Wiesen nicht in die Planungen eingebunden worden. Er regte an, auf den Ruhrwiesen z. B. Mufflons weiden zu lassen, um vom unbefugten Betreten abzuhalten. Außerdem schlug er vor, parallel zur Ableitung des Mühlenstrangs zur Ruhr hin den Weg zu sanieren, damit diese sinnvolle Verbindung klarer werde und zugleich deutlich würde, dass die Ruhrwiesen nicht zu betreten seien.

Frank Weissenberg vom BUND wies auf die jahrelangen Bemühungen der Bezirksregierung hin, die Ruhr zu renaturieren. Die Planungen seien im vorliegenden Konzept nicht berücksichtig. In der Flussbiegung vor der Rohrmeisterei prallt das Wasser an, daher ist hier die Strömung bei Hochwasser besonders stark. Wie Schmidt stellte er fest, dass wegen der Hochwassergefährdung in der gesamten Aue keine Aufbauten zulässig seien. Es handelt sich um sein sensibles Gebiet, das von Touristen wegen seiner Ruhe geschätzt werde; an der Rohrmeisterei habe der BUND die Nutzung akzeptiert, das müsse aber reichen. Befremdet war er darüber, dass die vom BUND gepachtete und gepflegte Obstwiese im Bereich der Rohrmeisterei in den Planungen als „aufgelassene Obstwiese“ gekennzeichnet sei und überplant worden sei, ohne den BUND darüber überhaupt zu informieren.

Sabine Miehe von der Gruppe Bürgerbeet wies darauf hin, dass im Bereich „Mein Garten“ eine Beteiligung an der IGA auch noch zu einem späteren Termin möglich sei und von der Bürgerbeet-Gruppe erwogen werde.

Bruno Heinz-Fischer (Grüne) nahm die Anregungen dankbar auf. Ökologische Aufwertungen und verbesserte Pflege einzelner Landschaftsteile sei durchaus sinnvoll, solange sie behutsam und angepasst vorgenommen würden. Die Weite der Landschaft, die hier an der Ruhr erfahren werden könne, sei etwas Besonderes und werde von vielen Touristen dankbar wahrgenommen.

Man einigte sich am Schluss darauf, dass man sich in einer Arbeitsgruppe treffen will, in der man weitere Anregungen für eine bessere Planung in diesem Gebiet geben will.

 

16.09.2018 - Fahrt zum Hambacher Wald

Mehrere Tausend Menschen wollen den Hambacher Wald retten, darunter befanden sich aus Schwerte und der Region stammende engagierte Bürger und sogar ganze Familien sowie die Grünen. Es waren insgesamt sogar so viele, dass ein Reisebus nicht ausgereicht hätte, um alle zu befördern. So wurden kurzerhand Fahrgemeinschaften gebildet und die Kolonne mit mehreren zusätzlichen PKW aufgestockt. Das erklärte Ziel war friedliche Solidarität mit den Aktivisten im Wald zu zeigen, sowie der Politik und RWE klar zu machen, dass Braunkohleabbau keine Zukunft hat. Unter den tausenden Besuchern der Protestkundgebung waren neben vielen Gruppen auch der grüne Bundestagsabgeordnete Oliver Krischer, die Landesvorsitzende Mona Neubaur und viele Ortsverbände, die sich der großen Bewegung anschließen wollten. Dabei boten Musik und Reden ein umfangreiches Programm. Der Spaziergang sollte im Anschluss mit einem Zwischenstopp bis an den Wald führen und dort lautstark die „Waldbewohner“ erreichen. Ein Teil der Gruppe konnte sich im Anschluss an den Zwischenhalt gewaltlos in den Wald begeben und sich vor Ort ein Bild der Verhältnisse auf den Bäumen machen, Nahrungsmittel abgeben und Unterstützung zeigen.
Die friedlichen Proteste wurden von vereinzeltem harten Eingriffen der Polizei begleitet, die sich ansonsten aber angemessen zurückhielt und die Proteste nur beobachtete.
Die Schwerter Grünen freuen sich den AK Nachhaltigkeit/Kunterbunt dabei unterstützt zu haben die Fahrt durchzuführen und ein Zeichen für Umweltschutz zu setzen.
Wir hoffen, dass sich jetzt regelmäßig Schwerter am Protest beteiligen und ein sofortiges Ende des Braunkohleabbaus erreicht werden kann. An diesem Beispiel zeigt sich wie vielen Menschen das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit wichtig ist und Engagement zeigen.

 

25.07.2018 - Fahrradtour durch Schwerte

Am Mittwoch, den 25. Juli 2018 hat Bürgermeister Axourgos mit uns auf Einladung des Ortsverbands eine Fahrradtour durch Schwerte unternommen.
Dabei wollten wir den neuen Bürgermeister auf kritische Punkte der Infrastruktur für Radfahrer aufmerksam machen, um so den Radverkehr in Schwerte zu fördern.
Aus unserer Sicht kann von einem Erfolg gesprochen werden, nicht nur, dass wir neuralgische Punkte der Fahrradinfrastruktur aufzeigen konnten, auch das Interesse war groß.
So waren nicht nur einige Parteimitglieder zu der Tour gekommen (natürlich war auch unsere Gretel dabei), auch der ADFC, weitere Externe und die Presse (mit großen Interesse) waren dabei. So fuhren 18 Teilnehmer die von uns festgelegte Strecke in der Innenstadt ab und beteiligten sich lebhaft an der Diskussion.
Das Protokoll der Tour kann unter folgendem Link abgerufen werden. Hier sollen nur kurz die einzelnen Stationen vorgestellt werden, die wir vorab als besonders kritisch im Innenstadtbereich identifiziert haben.
Als erstes ging es vom Rathaus aus nur wenige Meter zur Kreuzung Karl-Gerharts-Straße, Béthunestraße, Hörder Straße. An diesem Punkt ging es vor allem um die Ampelanlagen, die Möglichkeiten die Kreuzung zu queren und die Probleme mit der B236 auf der keine Radwege vorhanden sind.
Von dort aus ging es über die Sonnenstraße, wo die Querung der Hörder Straße ebenfalls als Gefahrenstelle identifiziert wurde in Richtung Bohlgarten/Holzener Weg. Auch dort sind Ampelanlagen und der Bahnhofstunnel Problemstellen, über die gesprochen wurde und über die unterschiedliche Argumente gehört wurden.
Vor der Radstation wurde unter anderem auch über zu hohe Abstellgebühren für Fahrräder diskutiert, andererseits aber die neue Verkehrsführung an der Bahnhofsstraße gelobt.
In der Fußgängerzone wurden fehlende Abstellmöglichkeiten moniert. Hier sprach der Bürgermeister davon offen für Vorschläge zu sein.
Meldet Euch gern bei uns falls Ideen vorhanden sind.
Zu guter Letzt wurden die auf der Hagener Straße falsch parkende Autos und die irrwitzige Verkehrsführung im Kreisverkehr in Wandhofen bemängelt und es wurde über Änderungen diskutiert.
In seinem Abschlussstatement versprach der Bürgermeister die Probleme im Kopf zu behalten. Auch weitere, regelmäßige Touren mit den zuständigen Mitarbeitern der Stadt in den einzelnen Stadtteilen wurden in Aussicht gestellt.

Wir wollen hoffen, dass diese Fahrradtour einen Startschuss für weitere Verbesserungsvorschläge geben konnte, deren Umsetzung wir gerne im Auge behalten werden.

Das Protokoll der Radtour findet Ihr hier.

 

16.07.2018 - Besuch bei den Lebensmittelrettern

Am Samstag den 14.07. hat der Vorstand des Grünen Ortsverbandes die Lebensmittelretter besucht. Dabei wurde die Vergabe der Samstagssammlung beobachtet und mit den Initiatoren gesprochen. "Eigentlich ist es schade, dass es soetwas gibt, aber in einer Konsumgesellschaft bleibt leider viel in den Regalen, weshalb die Lebensmittelretter großartige Arbeit leisten" bemerkt Maximilian Ziel, "hier in der Garage wird aktiv etwas gegen die Lebensmittelverschwendung unternommen, alles Genießbare wird an Interessierte weitergegeben und wenn doch mal zu viel übrig bleibt wird daraus u.a. lange haltbare Marmelade oder Chutney gemacht." So wird im kleinen aber sicherlich ausbaufähigem Rahmen etwas gegen Verschwendung und Überproduktion unternommen. Die Gruppe besteht schon seit etwa 4 Jahren. In den ersten zwei Jahren wurden mehr als 250 Tonnen Lebensmittel gerettet und weiterverteilt. Besonders beeindruckend ist das große ehrenamtliche Engagement der beteiligten Personen und die mittlerweile hohe Zahl an Helfern. Waren es anfangs nur wenige Personen, die viel Zeit investieren mussten, so ist es nun möglich Aufgaben zu verteilen und die Zeitbelastung für einzelne gering zu halten. Die Lebensmittelretter in Schwerte bieten ein positives Beispiel für Engagement zum Wohle der Allgemeinhalt und zeigen wie mit Einsatz ein Projekt in kleinem regionalen Rahmen gesellschaftliche Probleme lösen kann.