Zum 8. Mai

 

Am 8. Mai dürfen wir uns in Deutschland an die Befreiung vom
Hitler-Faschismus erinnern. Bekanntlich sind es in diesem Jahr genau 75
Jahre her, eigentlich also der Anlass für eine große Gedenkfeier, die
sonst in Schwerte immer an der Gedenkstätte am ehemaligen Außenlager des
KZ Buchenwald im ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerk stattgefunden
hat, die aber wie so vieles wegen Corona ausfallen muss. So muss das
Gedenken ins Netz verlegt werden.

Wir Deutschen haben die Befreiung nicht selber geschafft. Wir verdanken
sie den Alliierten, den Amerikanern, Engländern, Franzosen und nicht
zuletzt den Russen, die die Hauptlast des Krieges zu tragen hatten. Noch
Mitte 1945 lebten 2000 meist russische Zwangsarbeiter in Schwerte.

Wir wissen, dass das schrecklichste Schicksal während der Hitlerzeit die
Juden hatten. Unser Gedenken muss uns mahnen, gegen jede Form des
erneuerten Antisemitismus aufzustehen.

Wir schlagen vor, dass wir am 8. Mai gezielt Spaziergänge zu den Orten
des Gedenkens in Schwerte unternehmen und dort vielleicht einen Stein
als Mahnung und innere Verpflichtung ablegen. Also beispielsweise zur
ehemaligen Synagoge in der Großen Marktstraße; zur Gedenkstätte im EAW;
zu den Stolpersteinen, die an vielen Stellen in Schwerte liegen; zu den
Orten, die die Namen von Widerständlern tragen, von Kayser, Gerharts
oder Kleinemeyer; zum Kreuz der Kreuze am Rathaus. So können wir
Schwerterinnen und Schwerter uns in einem virtuellen Gedenken vereinen.

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